Psychotonische Körpertherapie
in der Diskussion mit anderen Verfahren und Methoden

Auszug aus einem Gespräch am 07.07.2007 im Bayerischen Rundfunk

Ähnlich wie die Eutonie: Psychotonik ist die Lehre von der Wechselwirkung zwischen Muskelspannung (= Tonus) und emotionaler Einstellung (= Psyche)“, erklärt Ziesecke.
„Dieses atem- und körperzentrierte Verfahren basiert darauf, dass sich der Mensch nur im kommunikativen Bezug zur Welt entwickeln und ausdrücken kann“.

Deshalb ist bei dieser Methode das Gegenüber zentral: Man macht kommunikative Bewegungsübungen mit Partnern oder tritt über Berührung mit dem Therapeuten in Kontakt. Daraus entsteht ein „nonverbalem Dialog“. Durch die Wahrnehmung des Gegenübers nimmt man sich selbst besser wahr: auf körperlicher, emotionaler und geistiger Ebene. Die eigene Einstellung mit den dazu gehörigen Emotionen wird bewusst und dadurch der Bearbeitung zugänglich. Damit werden die Ursachen der vorhandenen Symptome deutlich.Wer die Einstellung verändert, wird erleben, wie sich seine Muskelspannung wieder selbstständig auf ein angemessenes und angenehmes Maß reguliert.

Bewertung
„Das ist mein absoluter Favorit“, sagt Ziesecke. „Das Verfahren steht bei uns in Windach im Vordergrund, weil es so ganzheitlich ist. Man erlebt, wie sich muskuläre Spannung durch Einstellungsveränderung löst. Viele Patienten übernehmen durch Psychotonik wieder die Eigenverantwortung für ihr Wohlbefinden.“ Die Methode ist aber noch relativ unbekannt:
Sie wird in Spezialpraxen angeboten sowie in einigen Kliniken, die psychosomatisch orientiert
sind oder mit Traditioneller Chinesischer Medizin arbeiten.